Sammelkiste
Hier möchten wir Ihnen einige Besonderheiten aus der Welt der Briefmarken oder einige Historische Ansichten aus Nördlingen oder dem Nördlinger Ries vorstellen.
Ein besonderes Sammlergebiet – Briefmarken mit Plattenfehler
Briefmarken mit Plattenfehler sind für Sammler besonders interessant und begehrt. Sie können den Wert einer Briefmarke erheblich steigern.
Plattenfehler bei Briefmarken sind eine sichtbare Abweichung von der Originalmarke. Sie entstehen durch Fehler auf der Druckplatte oder der Druckwalze und sind regelmäßig und wiederholt an derselben Stelle zu finden. Der Fehler erscheint bei jedem Druckvorgang, der mit dieser Platte durchgeführt wird und ist somit auf mehreren Marken im Druckbogen zu finden.
Zu unterscheiden sind Druckzufälligkeiten, zufällige Fehler, die durch Verunreinigungen auf der Druckplatte entstehen können und nicht eindeutig einen Bogenplatz zugeordnet werden können.
Die Erforschung von Plattenfehlern ist ein wichtiges Spezialgebiet in der Philatelie. Sie werden in speziellen Katalogen (wie dem MICHEL-Katalog) verzeichnet, um ihre Identifizierung und Bewertung zu erleichtern.
(Quelle: Wikipedia)

Posthorn Plattenfehler: 90 Pfennig Posthorn, Bund Mi.Nr. 138 III, Ausgabedatum 16.04.1952, Grüner Strich im „O“ von Bundespost, Mi.Kat.Preis 800 Euro.

Posthorn Plattenfehler: 80 Pfennig Posthorn, Bund Mi.Nr. 137 I, Ausgabedatum 16.04.1952, Rotes Dreieck oben in der Zähnung über dem „T“ von Deutsche, Mi.Kat.Preis 700 Euro.
Weitere Posthorn Plattenfehler (alle Belege Sascha Hönle):

Heinrich von Stephan
geboren 07.01.1831 in Stolp (Pommern), gestorben am 08.04.1897 in Berlin
Heinrich von Stephan war Generalpostdirektor des Deutschen Reichs, Organisator des deutschen Postwesens und Mitbegründer des Weltpostvereins, der 1874 in Bern gegründet wurde.
SF Harald Theiss von den Nördlinger Briefmarkenfreunden hat in der internationalen Ausstellung „Ein Rahmen“ in Hermannstadt 2020 mit einer philatelistischen Dokumentation über Heinrich von Stephan das „Große Silber“ erhalten.
Nachfolgend einige Belege (nur DR, Allierte Besetzung, Berlin West, DDR und BRD) aus der umfangreichen Dokumentation:



75 Jahre Weltpostverein (nachfolgende Belege):



Mit nachfolgender Marke wurde auch in „jüngerer Zeit“ an Heinrich von Stephan gedacht.

1525 – 2025: 500 Jahre Bauernaufstand
Der Bauernkrieg wird auch in der Philatelie insbesondere auf den Briefmarken der DDR gewürdigt.

Im Freiheitskampf der Bauern gegen die Obrigkeit am Beginn der frühen Neuzeit forderten die Bauern mehr Freiheit und Selbstbestimmung, darunter das Recht, über ihren Besitz zu verfügen und ihre Religion frei zu wählen. Auslöser dieses Konflikts waren die einschnürende Leibeigenschaft der Bauern, die sozialen Ungerechtigkeiten, die religiöse Unfreiheit und die Ausbeutung der Bauern durch Adel und Kirche.
Die Bauernkriege waren zum großen Teil durch die Ideen der Reformation und der neuen Lehre Luthers „Von der Freiheit eines Christenmenschen“ beeinflusst, wobei Luther mit seiner Lehre im Grunde sich auf den geistlichen Bereich bezog und nicht auf die weltlichen Ordnung.
Der Bauernkrieg erreichte seinen Höhepunkt im Jahr 1525, als Bauernverbände in verschiedenen Regionen Deutschlands, wie Oberschwaben, Franken und Thüringen, sich gegen die Obrigkeit erhoben. Im Memmingen wurden in zwölf Artikeln die Forderungen der Bauern mit Ihren Kernanliegen „dass wir frei sind und sein wollen“ festgehalten und gelten heute als eine der frühesten Forderungen nach Freiheitsrechten in Europa. Die Aufstände der Bauern wurden in nahezu allen Gebieten von der Obrigkeit blutig niedergeschlagen. (Quellen: Internet)

Thomas Münzer, als eine Führungspersönlichkeit im Bauernkrieg, wird zudem auf einer Banknote geehrt.


Die meisten Nördlinger kennen das imposante Fachwerkgebäude am Marktplatz, im Volksmund als „Hummelhaus“, benannt nach dem Uhrmachermeister und staatl. gepr. Augen-Optiker Josef Hummel.
Bereits 1368 wird an diesem Standort eine „Metzig“ (Fleischbank) genannt, in dem Metzger in einem Verkaufsraum ihre Waren anbieten konnten. Mehrere Umbauten folgten, Ende des 16. Jahrhundert erhielt das Gebäude vermutlich sein heutiges Aussehen als Fachwerkbau.
In den Adressbüchern der Stadt Nördlingen ist bereits 1926 als Hausbesitzer ein August Hummel Uhrmachermeister erwähnt, 1936 ist vom Grundstück her das Haus zweigeteilt in Marktplatz 13 und Markplatz 14, wobei im Marktplatz 13 das Uhrmachergeschäft untergebracht ist und Marktplatz 14 als „Fleischbank“ bezeichnet wird. In der Nachkriegszeit existierten unter Marktplatz 14 verschiedene Ladengeschäfte (Obsthandlung Brandt, Molkereiprodukte Linse, später auch eine Filiale der Deutschen Bank).

Das Uhrmachergeschäft Josef Hummel (Geschäftsinhaberin Elisabeth Hummel), Adresse wie auf dem Brief aufgeführt am Marktplatz 13-14 dürfte bis 2013 existiert haben, in diesem Jahr erfolgte die Löschung im Handelsregister.
2014 nutzte der Stadtmarketingverein die Schaufenster zu Werbezwecke. Auch 2014 so der Jahresbericht der Stadt Nördlingen wurde „Werbematerial der Fa. Uhren Hummel“ als Nachlass der Stadt Nördlingen vermacht.
Aktuell ist in dem Gebäude eine Eiscafe und ein Optikergeschäft zu finden.
Quellen:
Die Kunstdenkmäler von Bayern, Schwaben u. Neuburg, Teil II Stadt Nördlingen, Druck und Kommissionsverlag von R. Oldenburg, München 1940
Vollmar Bernd et al.: Denkmäler in Bayern Band VII.90/2 Stadt Nördlingen, Karl M. Lipp Verlag München 1998
Adressbücher der Stadt Nördlingen aus dem Jahr 1926, 1936, 1956, 1968, 1982, C.H.Beck´sche Buchdruckerei Nördlingen
Jahresbericht Januar-Dezember 2014 der Stadt Nördlingen
Die „One Penny Black“ oder „Penny Black“ wurde als erste Briefmarke der Welt im Vereinigten Königreich am 1. Mai 1840 eingeführt und konnte ab dem 6. Mai 1840 dort verwendet werden.
Die Einführung von Briefmarken war Teil der britischen Postreform von Sir Rowland Hill, die vorsah, dass für eine Beförderung eines Briefes das Porto vom Absender als Vorauszahlung nach einheitlichen Sätzen zu entrichten war.


Die „Penny Black“ ist noch ungezähnt und zeigt das Profil von Königin Victoria (1819-1901). Am oberen Rand steht das Wort POSTAGE, am unteren Rand der Nominalwert ONE PENNY. Die Buchstaben in der linken und rechten unteren Ecke geben die Markenposition (Reihe / Spalte) der Briefmarke im Druckbogen an. An den oberen Ecken sind Sterne.
Eine Länderbezeichnung wurde nicht verwendet, da die Briefmarke damals die bisher einzige ihrer Art war. Die britischen Marken tragen traditionell auch bis heute keinen Ländernamen, sondern zeigen stets das Profil des jeweiligen Monarchen.
Die Entwertungsstempel waren anfangs in Rot und wurden später durch schwarze Stempelfarbe ausgewechselt. Dies war auch der Grund warum die „Black Penny“ schon nach einem Jahr durch die „Penny Red“ ersetzt wurde. Auf der schwarzen Marke war schwerer zu erkennen, ob die Marke bereits durch den schwarzen Poststempel entwertet wurde, so dass häufig versucht wurde, die Marke ein weiteres Mal zu verwenden. (Quelle: Wikipedia)
Ab 1.Januar 1950, vor 75 Jahren wurde es bundesweit Pflicht auf fast allen Briefen und Postkarten zusätzlich zum Porto die kleine blaue 2-Pfennig Steuermarke „Notopfer Berlin“ zu kleben.

Ursprünglich war das „Notopfer“ als Abgabe für die durch die Berlin-Blockade in wirtschaftliche Not geratene West-Berliner Bevölkerung gedacht. Das „Notopfer“ wurde Ende 1948 zunächst in der britischen und amerikanischen Zone eingeführt und zeitweilig in Teilen der französischen Zone. Obwohl die Berlin-Blockade und die Luftbrücke nur bis 1949 andauerten, wurde es ab 1.Januar 1950 bundesweit gesetzlich Pflicht die Steuermarke auf Postzustellungen zu kleben. Für die neu gegründeten Bundesrepublik war dies eine einträgliche Einkommensquelle. Am 01.04.1956 endete die Verwendungspflicht der Zwangszusatzmarken im gesamten Bundesgebiet.
100jähriges Bestehen der „Nördlinger Knabenkapelle“ (1924-2024).

